Nuweiba

Nuweiba liegt auf der Halbinsel Siani an der Ostküste direkt am Golf von Akaba. Viele kleine Siedlungen bilden die Stadt Nuweiba, welche am Fuß einer herrlichen Berglandschaft liegt.

Während der israelischen Besatzung des Sinai von 1967 bis 1982 entstand Nuweiba im Zuge der landwirtschaftlichen Kooperation. Seit der Rückgabe des Sinai an die Ägypter entwickelte sich Nuweiba stetig weiter, so dass man sie die Bezeichnung Kleinstadt zu Recht erhalten hat. Es gibt sogar ein richtiges Geschäftsviertel, Nuweiba-City. Gleich neben Nuweiba-City gibt es eine Beduinenstadt, Tarabeen, und im Süden von Nuweiba einen Hafen. Viele Touristen starten von dort aus mit den Schiffen, die zwei Mal täglich ablegen, um einen Tagesausflug nach Akaba in Jordanien zu machen.

In Nuweiba sind meist die weniger begüterten Ägypter zu finden, was vermutlich mehrere Gründe hat. Der Hauptgrund dürfte in den Unterwassergegebenheiten liegen, denn die Welt unter Wasser ist an der Küste von Nuweiba lange nicht so schön wie zum Beispiel in Sharm el Sheikh. Das bedeutet, dass Nuweiba auch für die Tauchtouristen nicht so interessant ist.

Bis vor Kurzem war allerdings eine Delphindame die Attraktion überhaupt: Ihr Name war Olin und sie freundete sich mit einem Beduinenjungen an. Täglich sah man die beiden miteinander schwimmen und spielen. Sogar kleine Touristengruppen wurden mit Ruderbooten hinausgebracht, so dass diese sich – ausgerüstet mit einem Schnorchel -  Olin von der Nähe anschauen konnten. Die Delphindame in Nuweiba gibt es mittlerweile nicht mehr, weil sie das Zeitliche gesegnet hat.

Wer außer Tauchen auch etwas Kulturelles erleben möchte, hat in der Umgegend von Nuweiba die beste Möglichkeit. Auf Pharaos Island ist eine Festung zu besichtigen, die im 12. Jahrhundert entstanden ist und sogar noch von Napoleon im 19. Jahrhundert genutzt wurde. Das St. Katharinenkloster ist das älteste katholische Kloster in Ägypten und wird seit seiner Entstehung im 6. Jahrhundert fast ohne Unterbrechung von Mönchen bewohnt. Ein Highlight landschafticher Art ist der Coloured Canyon, den man jedoch nur mit dem Geländewagen erreicht und erkunden kann.

Für Touristen, die mit dem Tauchen nichts am Hut haben, besteht noch eine ganz andere Möglichkeit, den Tag zu verbringen. Ein Ritt zu Pferde in die nähere Umgebung oder am Strand entlang, gepaart mit einem Picknick in der Satteltasche, kann auch eine sehr aufregende Erfahrung sein.

Volleyball und Minigolf dürfen in einem Urlaubsort wie Nuweiba sowieso nicht fehlen. Und da auch hier wie im restlichen Ägypten Kinder stets willkommen sind, wird man immer eine Möglichkeit finden, mit Kindern Unternehmungen zu starten.

Nuweiba verfügt über zahlreiche Restaurants, teilweise direkt am Meer. Den ausgezeichneten Fisch in vielen Sorten und Variationen sollte man unbedingt einmal probiert haben. Im Allgemeinen sind die Gerichte europäisch angehaucht, doch kann man in Nuweiba auch Restaurants mit ägyptischer oder arabischer Küche finden. Fast alle Lokale haben eine typisch orientalische Einrichtung, die mal mehr und mal weniger in den Vordergrund tritt. Man fühlt sich wie in einem Märchen aus 1001 Nacht.