Wadi al-Gamal Nationalpark

Verbringt man seinen Urlaub in Marsa Alam, sollte man unbedingt einen Abstecher in den Wadi al-Gamal ( arabisch, Tal der Kamele) Nationalpark machen. Er ist mit einer Länge von einhundert Kilometern der drittgrößte Nationalpark in der Östlichen Wüste und zählt zu den schönsten in ganz Ägypten.

Der knapp 7500 Quadratkilometer große Wadi al-Gama Nationalpark wurde im Mai 2005 eröffnet und bietet trotz des Wüstenklimas Heimat für viele Tiere und Pflanzen. Auch ein Meeresstreifen mit etwa 15 Kilometer Breite zählt zu diesem Schutzgebiet. Vier Inseln im Hamata-Archipel und die Wadi-al-Gamal-Insel zählen durch den Wasserbereich des Nationalparks ebenfalls dazu.

Innerhalb des Areals des Wadi al-Gamal Nationalparks findet man die Dorkasgazelle, die als gefährdet gilt. Auch der Syrische Steinbock wird so eingestuft. Afrikanische Esel sind anscheinend schon während der Römerzeit im Bestand geschrumpft und werden in freier Wildbahn, wo sie jetzt leben, als sehr gefährdet bezeichnet.

Am Küstenstreifen wie auch auf den zum Wadi a-Gamal Nationalpark zugehörigen Inseln wachsen Mangroven. Das sind Salzpflanzen, welche verholzen. Mangroven haben sich an die tropischen Küstenregionen angepasst und sind nur dort existenzfähig.

Zudem kann auf dem Wadi al-Gamal Island die größte Kolonie der Schieferfalken weltweit verzeichnet werden, sie brüten von August bis September, um danach nach Madagaskar abzufliegen. Der Wadi al-Gamal Nationalpark ist ebenfalls Heimat für die Weißaugenmöwen, die auch in weniger großen Kolonien auf der Insel Giftun leben. Beide, Schieferfalken und Weißaugenmöwen, stehen auf der Roten Liste der IUCN (International Union Conservation of Nature.

Geländemotorräder und Quads sind im Wadi al-Galam Nationalpark nicht erlaubt, lediglich geländegängige Fahrzeuge mit viel Bodenfreiheit und eventuell Allradantrieb. Offiziell ist auch das Betreten des Nationalparks ohne Ranger untersagt. Man sollte also lieber im Ranger Office einen Ranger anheuern, der einen dann begleitet.