Ägypten hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die von Touristen jedes Jahr besichtigt werden, an Land stehen. Doch verfügt das Land mit dem Leben spendenden Nil auch über einen gewaltigen Naturschatz: die Korallenriffe im Roten Meer. Das Rote Meer ist die natürliche Ostgrenze von Ägypten, hierher kommen vor allem Badegäste, Tauch- und Surfurlauber gern.
Taucher erleben eine beeindruckende Unterwasserwelt, sobald sie unter die Wasseroberfläche abtauchen. Nahezu an der gesamten Küste, von Taba im Norden bis zur sudanesischen Grenze im Süden, also auf 800 Kilometer, findet man farbenfrohe Korallenriffe. Mehr als tausend Meerestierarten finden in den Riffen Schutz.
Viele bunte Fischarten haben im Roten Meer eine Heimat gefunden und tauchen sonst nirgendwo auf der Welt auf. Dazu gehören zum Beispiel der blaugrüne Papageifisch, gelbe Schmetterlingsfische und silberfarbene Demoisellen. Auch Raubfische haben sich im Roten Meer angesiedelt, dazu zählen Barsche, Drachenköpfe und Muränen, welche wiederum von Haien, Barrakudas und Delfinen gefangen werden.
Die größeren Raubfische findet man eher in den tieferen Bereichen des Roten Meeres, dessen tiefste Stelle bei 1500 Metern liegen dürfte. Das gleiche gilt für Wasserschildkröten.
Taucher sollten auf die Fauna im Roten Meer größtmögliche Rücksicht nehmen, dazu zählt, dass man beim Tauchen keine Korallen abbrechen sollte, damit sie an ihrem natürlichen Standort auch von anderen Besuchern betrachtet werden können. Die Korallenriffe sollten keinen Schaden durch Touristen nehmen.
Im Roten Meer kann man vielfach auch nach Wracks tauchen, was den Reiz neben der schönen Unterwasserwelt vergrößert. Bei Marsa Alam kann man zum Abu-Dabbab-Riff tauchen, an dem ein Pfad durch eine Unterwasserhöhle führt, hinter der man im Anschluss zu drei großartigen Korallentürmen kommt.
Und wer nicht tauchen möchte im Roten Meer, kann im seichten Wasser schnorcheln oder auf ein Glasbodenboot gehen, um das Naturwunder zu begutachten.